Menschenschattenspiel in der Therapie

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Als für unser erstes Schattenspielbuch (Canacakis, Jorgos / Haehnel, Gerd / Söll, Florian: Wir spielen mit unseren Schatten. Vorschläge für Familie, Freizeit, Schule und Therapie. Reinbek bei Hamburg 1986, Rowohlt TB 7960) nach mehreren ausverkauften Auflagen eine komplette Neubearbeitung nötig wurde, als wir uns entschieden, diese bei Kallmeyer zu veröffentlichen, wurde schnell deutlich, dass es schon aufgrund der enormen Weiterentwicklung des Menschenschattenspieles nicht mehr sinnvoll sein würde, pädagogische und therapeutische Aspekte in einem gemeinsamen Buch zu behandeln. So entstand unser neues Schattenspielbuch, bei dem u.a. der therapeutische Teil wegfiel, der nun nur noch antiquarisch zugänglich ist.

Gerade weil mir diese richtige Entscheidung nicht leicht fiel, freue ich mich nun umso mehr darüber, dass mein Freund und Lehrer, der Bestseller-Autor Jorgos Canacakis (vergl. dazu seine weiteren Bücher hier), einer Neu-Veröffentlichung des therapeutischen Teils auf meiner Homepage zugestimmt hat. Damit sind wichtige Quellen für das Schattenspiel wieder allgemein zugänglich, etwa die faszinierende Zeitzeugen-Schilderung des griechischen Karagiózis-Schattenspieles oder auch die nach meiner Kenntnis bisher einzige Theorie zur Erklärung der Diskrepanz zwischen unserem hauptsächlich düsteren europäischen Verständnis des Schattens einerseits und dem viel optimistischeren Schattenbild anderer Kulturen, von dem wir nicht nur als Schattenspieler so viel lernen können: “Erst durch die Projektion nach außen, so wie es uns das Menschenschattenspiel ermöglicht, erhalten wir die Chance, die Schatten-Anteile in uns anzusehen und uns damit zu befassen.” - so Jorgos Canacakis.

Viel Freude beim lesenden Wiederentdecken,
verbunden mit einem herzlichen Dankeschön an Jorgos,
wünscht Gerd Haehnel!