Eine Homepage zum Menschenschattenspiel muss sich auch mit der Fantasy-Welle beschäftigen, oder?
Natürlich, schließlich ist das “Menschenschattenspiel” wie kaum ein anderes Medium ideal dafür geeignet, Vorstellungen aus dem Reich der Fantasy mit relativ geringem Aufwand sichtbar zu machen,
vorzuspielen, in Szene zu setzen, auf die Bühne zu holen - man benötigt dafür nur ein bisschen Phantasie.
Das Menschenschattenspiel als Fantasy-Medium?
Anhand der drei wohl wichtigsten Fantasy-Autoren sollen diesbezügliche Möglichkeiten gezeigt werden: bei Joanne K. Rowling und J.R.R. Tolkien in Form von Ideensammlungen und bei Michael Ende
durch die Vorstellung eines kompletten Schattentheaterstückes zu einem relativ unbekannten Buch von ihm, nämlich “Ophelias Schattentheater”.
Grundlegende Vorstellung dabei ist nicht etwa, solche Stücke in der Schule als durchgehende Schattentheater-Aufführungen zu inszenieren. Mal abgesehen von der Länge, die für die Bühnendarstellung der meisten Titel
eigentlich eher Ausschnitte erfordert: Das Schattentheater könnte immer dann ins Spiel kommen, wenn Szenen nicht mehr real darstellbar sind, wenn es um Zauberei geht usw. Denkbar sind also Verbindungen zwischen
realem Theater und Schattentheater.
Bevor wir uns aber den Bestsellern der Fantasy zuwenden, von mir noch eine Literaturempfehlung zu einem unbekannteren Werk dieser Gattung, nämlich der alles andere als anspruchslosen Romantrilogie von
Philipp Pullmann. Wer für seine Kinder, Schüler/innen oder sich selbst neues “Fantasy-Lesefutter” sucht, möge einmal hereinschnuppern, zumal die beiden ersten Bände als Taschenbuch erschienen sind.
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Was jedenfalls vom Schattenspiel her interessant wäre: In diesen Büchern geht es um verschiedene Welten, die nebeneinander existieren und durch in besonderer Weise zu schaffende Zugänge zu betreten sind. Die
Abtrennung dieser verschiedenen Welten voneinander könnte man durch Schattenleinwände darstellen, durch die man dann in die Welten gelangen könnte. Zwei Welten könnte man hinter den Leinwänden und eine weitere in
der Bühnenrealität verwirklichen.
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